Rehab Story: Fingerverletzung beim Boulder

Wir durften Christoph Kappacher bei seiner Reha nach einer Fingerverletzung beim Bouldern unterstützen, um wieder schmerzfrei klettern und bouldern zu können.

 

Christoph ist ambitionierter Hobbykletterer und hat am Felsen schon Routen bis 8c+ gepunktet. Beim Bouldern auf zwei kleinen Griffen, noch nicht 100% aufgewärmt, hatte er plötzlich Schmerzen im rechten Mittelfinger, die von Einheit zu Einheit intensiver wurden. Nach der ärztlichen Diagnose begannen wir bei Physio Bergauf mit der Physiotherapie.

 

- „Chri, kannst du uns die ärztliche Diagnose nennen und die ersten Schritte deiner Reha?“

„Die ärztliche Diagnose mittels Ultraschalls war eine Sehnenscheidenentzündung mit Ringbandbeteiligung.“

 

- „Wie hast du anfangs versucht, das Problem in den Griff zu bekommen?“

„Am Anfang habe ich versucht, Intensität und Umfang beim Klettern zu reduzieren, das hat allerdings nicht sehr gut funktioniert. Nachdem ich die ärztliche Diagnose bekommen habe, habe ich zwei Wochen komplett pausiert. Als ich nach der Pause wieder bouldern ging, war die Problematik unverändert und die Schmerzen immer noch da.“

 

- „Was hat dir schließlich geholfen, die Schmerzen in den Griff zu bekommen und wie lange hat dieser Prozess gedauert?“

„Von der Verletzung bis zur ärztlichen Diagnose mit Ultraschall sind circa acht Wochen vergangen. Nach dem Ultraschall habe ich dann mit der Physiotherapie und einem systematischen Aufbau bei Physio Bergauf begonnen.

 

- „Wie hat dieser systematische Aufbau ausgeschaut?“

Wir haben mit einem Aufbauprogramm zur Gewebestärkung mit Long Hangs (30s hangs) am Fingerboard begonnen. Dieses Programm gestalteten wir schmerzfrei, das heißt, das Gewicht auf den Fingern war bewusst niedrig gewählt.

Nach einigen Einheiten starteten wir dann parallel die Stoßwellentherapie.

 

- „Was waren die Auswirkungen der Stoßwellentherapie?“

Anfangs war die Stoßwelle noch etwas schmerzhaft, das Gefühl danach und am nächsten Tag war allerdings sehr angenehm, der Finger hat sich gut durchblutet angefühlt. Nach einigen Behandlungen wurden die Schmerzen auch deutlich weniger.

 

- „Wie hat dann zu diesem Zeitpunkt deine Trainingswoche ausgeschaut?“

Zu diesem Zeitpunkt ging ich dann circa 3x pro Woche in die Kletterhalle. Dort machte ich nach einem langen Aufwärmprogramm wie gewohnt meine Long Hangs, anschließend ging ich noch ein paar leichtere Routen Klettern. Intensive Bewegungen habe ich in diesem Zeitraum vermieden. Nach 8 Wochen fühlt sich mein Finger schon wieder sehr gut an und ich konnte die Belastungen progressiv steigern.

 

- „Was machst du jetzt dafür, dass es deinem Finger gut geht?“
Nun mach ich vor dem Routenklettern und Bouldern meistens eine kurze Einheit mit Max Hangs, damit ich meine Fingerkraft und Fingergesundheit aufrechterhalte.

Ich kann nun auch wieder Vollgas geben, egal ob am Felsen, beim Klettern oder beim Bouldern!

 

Vielen Dank Chri für das Interview und dein Vertrauen!